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Liebe Leser*in,

zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jedes Jahr in der Tonne.
Das ist zu viel! In der zurückliegenden Woche lief deshalb unter dem Motto #deutschlandrettetlebensmittel die erste bundesweite Aktionswoche für mehr Lebensmittelwertschätzung. Viele Bio-Hersteller*innen und Bioläden wie zum Beispiel das Ökodorf Brodowin, wo Lebensmittel mit Druckstellen und anderen Makeln seit 2015 in der betriebseigenen Küche verarbeitet werden, haben sich beteiligt.

Eine aktuelle Umfrage des Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. zeigt, dass in der Bio-Branche aktuell die Hälfte aller unverkauften Lebensmittel vor dem Müll gerettet werden kann. Alle befragten Bio-Einzelhändler*innen verkaufen Ware mit knappem Mindesthaltbarkeitsdatum günstiger und alle Bio-Großhändler*innen geben unverkaufte Lebensmittel an soziale Organisationen weiter – genauso jeder zweite Bio-Laden, fast alle verschenken Ware ans Team oder an Kund*innen. Frischware wird so kalkuliert, dass möglichst wenig übrigbleibt. Damit Lebensmittel nicht in der Tonne landen, geben Bioläden auch „krummen Dingern“ eine Chance.Noch mehr Projekte, Checklisten und Tipps findet ihr auf der Internetplattform lebensmittelwertschaetzen.de.

Viel Spaß beim Lesen!

Frage 1: Was macht ihr, um Lebensmittel vor der Tonne zu retten und wie stellt ihr euer Sortiment so zusammen, dass möglichst wenig an Lebensmitteln überbleiben?

Wir arbeiten nach einem Mehrstufensystem.
Die erste Stufe ist für uns der sorgsame Einkauf der Waren. Denn eine Reduktion hängt in erster Linie auch mit der Warenbeschaffung zusammen. Wir kaufen also zunächst sehr bewusst ein und optimieren die Bestellungen der Filialen so, dass nicht mehr allzu viel Ware übrigbleiben kann. Diese Prozesse werden von uns stetig verbessert.

Stufe 2 ist bei uns die Reduktion der Ware vor Ablauf des Mindesthalbarkeitsdatum. Ein Gutteil der übriggebliebenen Ware kauft so also noch der Kunde.

Stufe 3 ist die Abgabe von nicht mehr verkaufsfähiger Ware an die Mitarbeiter. Das klingt selbstverständlich – ist aber nicht überall Usus. Viele Lebensmittel-Einzelhändler verbieten das aus Angst vor Manipulationen.
Last but not least spenden wir an Lebensmittelretter und soziale Organisationen. Hier arbeiten wir langjährig mit den Tafeln und anderen Organisationen zusammen. Zudem sind wir Handelspartner der ersten Stunde von foodsharing – bereits vor 2012, also noch vor deren Gründungsphase als Verein. Ebenso haben wir unsere Eigenmarke mit dem Aufdruck „Oft länger gut“ versehen und nehmen damit als einer der ersten überhaupt an der Initiative von TooGoodToGo teil.

Zudem verkaufen wir vor allem keine XXXL-Packungen und einen großen Teil loser Ware wie beispielsweise im Obst & Gemüsebereich, oder aber auch durch unsere Abfüllstationen zum Selbstabpacken.

Frage 2: Was bedeutet für euch Öko statt Ego?

Vor allem ein verantwortungsvolles „Wir“ – auch im Hinblick auf künftige Generationen.

Du kannst ganz viel selber machen, um keine Lebensmittel zu verschwenden:

  • Plane deinen Einkauf mit einem Einkaufszettel und hetze nicht unter Zeitdruck in den Laden oder Supermarkt.

  • Kauf nicht mehr ein, als du essen kannst, das schont auch deinen Geldbeutel.

  • Überprüfe regelmäßig deine Vorräte – was muss als Nächstes aufgebraucht werden, was hast du noch im Vorratsschrank und im Gefrierfach?

  • Kaufe frische und verderbliche Ware erst ein, wenn du sie wirklich brauchst.

  • Obst und Gemüse, das nicht mehr perfekt aussieht, ist noch lange nicht verdorben.

  • Brot vom Vortag ist oft stark reduziert und immer noch lecker.

  • Achte darauf, deinen Kühlschrank richtig zu befüllen:
    Gemüsefach: Salat, Gemüse, Südfrüchte.
    Unteres Fach: Fisch, Fleisch, Wurst, Wintergemüse, Obst.
    Mittleres Fach: Milchprodukte: Käse, Milch, Sahne, Kochfett, Joghurt, Feinkost,
    fertig Zubereitetes.
    Oberes Fach: Getränke, Käse, große Südfrüchte, Eingemachtes.
    Kühlschranktür: Eier, Marmeladen, Saucen, Suppenwürfel, Butter, Dosen, Ketchup,  Fruchtsäfte, Getränke, Eingemachtes.

  • Versuch dich in der Kreativen Reste-Küche.

Klimastreik am 25.09.2020
Gemeinsam mit #FridaysForFuture auf die Straßen

Unsere Kolleginnen vom BNN e.V. beim Klimastreik. / © BNN e.V.
An mehr als 462 Orten wurde am vergangenen Freitag bundesweit für starke Klimaziele, den Kohleausstieg bis 2030 und eine sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft demonstriert.
Auch wir waren dabei und sind mit Tausenden anderen Aktivist*innen bei der Fahrraddemo lautstark durch die Straßen von Berlin geradelt.

#KeinGradWeiter

Mehr Infos findet ihr hier.

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10179 Berlin
Deutschland


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