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Liebe Leserin, lieber Leser,

kennst du deinen CO2-Fußabdruck und weißt, wie er sich zusammensetzt? Unsere CO2-Bilanz errechnet sich aus sehr vielen Faktoren. Dazu gehören beispielsweise unser Stromverbrauch und wie oft wir fliegen. Aber auch unser sonstiges Konsumverhalten macht einen wesentlichen Anteil aus – insbesondere unser Lebensmittelkonsum. Entscheidend ist nicht nur was, sondern auch wo wir einkaufen. Wird bei der Produktion der Lebensmittel z. B. auf den Bodenschutz geachtet? Denn Bodenschutz ist Klimaschutz – gesunde Böden speichern CO2 und schaffen Lebensräume. Wir brauchen Grün statt Greenwashing, wir brauchen mehr Öko statt Ego. Mit dieser Botschaft war die Eco-Bloggerin ‚greenandwhales‘ mit uns gemeinsam auf der „BIOFACH“, der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel. Sie hat mit unseren Kampagnenteilnehmer*innen darüber gesprochen, was deren Motivation ist und wofür sie sich engagieren.
Foto BIOFACH
links: Kathrin Jäckel, Geschäftsführerin des BNN und Influencerin greenandwhales, rechts: Floorgraphic auf dem Messegelände der BIOFACH


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Valentin Jäger

Unsere Mitstreiter*innen sind ganz verschieden, haben aber eines gemeinsam: Sie wollen mit nachhaltigen Produkten die Welt verbessern. In Kurzinterviews stellen wir sie dir vor. Dieses Mal haben wir mit Valentin Jäger, Qualitätsmanager bei Taifun Tofu, gesprochen.

1. Wie sorgt ihr für eine niedrige CO2-Bilanz eurer Tofu-Produkte?

Die Herstellung von Tofu erzeugt für sich genommen schon vergleichsweise wenig CO2 im Gegensatz zu anderen Eiweißprodukten. Insbesondere im Vergleich zu tierischen Quellen. Bei Taifun setzen wir schon seit langem nur CO2-neutralen Ökostrom ein, haben Solarzellen, ersetzen alte Anlagen durch neue, sparsamere Versionen und setzen auf Verfahren, die emissionsarm sind – wie zum Beispiel Reiberauch in der Räucherung.
Um Dampf in der Produktion zu erzeugen, benötigen wir Gas für die Erhitzung. Das unter anderem dadurch entstehende CO2 neutralisieren wir durch CO2-Zertifikate, mit denen wir sinnvolle Projekte, zum Beispiel Projekte zur Aufforstung, unterstützen. Dadurch haben wir eine rechnerisch CO2-„neutrale“ Produktion. In der Zulieferkette sparen wir vor allem CO2 durch kurze Wege. Unsere Sojabohnen stammen zu 100 Prozent aus eigenem Vertragsanbau in Deutschland, Frankreich und Österreich. Des Weiteren haben unsere Abfälle eine sehr hohe Trennungsquote, dadurch gelingt es Rohstoffe in einen Kreislauf zurückzuführen, anstatt sie letztendlich zu verbrennen.

2. Was tust du für deinen ökologischen Fußabdruck?

Am Ende sind es die vielen kleinen Dinge, die zählen. Ich ernähre mich CO2 arm, beziehungsweise vegan und kaufe mit meiner vierköpfigen Familie über 90% Bio ein. Das ist mein Luxus – weswegen es bisher auch nicht mit dem Porsche geklappt hat. Der würde mir auch nichts bringen, da ich selbst kein Auto fahre. Meine Dienstreisen erledige ich mit dem Zug, wenn nicht gerade ein Meer dazwischen liegt. Auch Kleidung kaufe ich inzwischen viel weniger und dafür möglichst fair und bio. Wir haben zuhause keinen Trockner, Haushaltsgeräte durch energiesparende beziehungsweise wassersparende Modelle ersetzt und versuchen weniger Dinge und Produkte zu konsumieren. Waldspaziergang mit Freunden statt Kinobesuch. Lediglich bei digitalen Geräten und Medien funktioniert das bisher nicht so gut. Ich verstehe mich selbst eher als „neongrüner Öko“ mit Offenheit für technologische Entwicklungen und Interesse an praktischen Zukunftslösungen. Mir ist „wirksam sein“ wichtiger als „etwas sein“.

3. Was war euer schönster Öko statt Ego-Moment?

Wir haben letzten November für 2020 den deutschen Nachhaltigkeitspreis gewonnen. Das war alles andere als selbstverständlich. Wir hatten uns zum vierten Mal beworben. Besonders schön war, dass die Veranstaltung zum ersten Mal komplett vegetarisch und vor allem vegan gestaltet war. Bei dem Sieg habe ich mich vor allem auch für unsere Mitarbeitenden gefreut. Wir haben sehr viele wirklich enorm engagierte Menschen, die mit voller Überzeugung für „die Sache“ sehr viel geben. Eine Wertschätzung in dieser Form zeigt auf eine gute Art und Weise, dass wir eben nicht nur einen Job haben, sondern Bestandteil einer gesellschaftlichen Transformation sind und eine Verantwortung haben, dies in Zukunft noch viel mehr zu sein.
Einkaufstipp
Probiert es mal mit anderen Eiweißlieferanten als Fleisch! Auch Erbsen, Bohnen und Linsen bieten gute Eiweißquellen – und ihr Anbau fördert die Bodenfruchtbarkeit. Ihr wollt mehr für die Regeneration der organischen Bodensubstanz tun? In der ökologischen Landwirtschaft wird ohne mineralische Dünger und synthetische Pestizide gearbeitet. Daher könnt ihr durch den Kauf von Bio-Lebensmitteln den Boden schützen. Der regionale und saisonale Einkauf von Lebensmitteln vermeidet außerdem lange Transporte und spart Energie und Düngemittel ein. Falls ihr nicht immer wisst, was wann wächst: Online findet ihr eine große Auswahl an Saisonkalendern, zum Beispiel den Saisonkalender von Nordisch Gruen zum Ausdrucken.
  • Gesunde Böden spielen eine wichtige Rolle beim Klimaschutz: Sie speichern CO2. In Deutschlands Äckern sind laut einer Studie des Thünen-Instituts 2,4 Milliarden Tonnen CO2. Gute Böden fungieren so als Treibhausgassenker.
  • Die Menge hängt besonders vom Humusgehalt im Boden ab. Humus schafft Lebensräume für Bodenorganismen und ist Speichermedium für Kohlenstoff, Wasser, Nähr- und Schadstoffe.
  • Nicht nur Pflanzenschutz- und Düngemittel belasten die Böden – auch die Gülle aus der Nutztierhaltung ist schlecht für Böden und Grundwasser.

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