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Liebe Leserin, lieber Leser,

weißt du, was genau bei dir auf dem Teller landet? Als mündige Verbraucher*innen wollen wir autonome Entscheidungen treffen. Doch dafür brauchen wir Vielfalt und Transparenz – und keine versteckte Gentechnik! Noch immer wissen wir nicht, welche langfristigen Folgen gentechnische Eingriffe in die Natur mit sich bringen. Was wir wissen: Ökologische Landwirtschaft zeigt seit Jahrzehnten, dass es anders geht. Gentechnikfreie, ökologische Pflanzenzüchtung bietet eine Fülle an Lösungsansätzen und gute Erträge, auch unter klimatisch veränderten Bedingungen. Diese Züchtungen sind im Gegensatz zur Gentechnik ganz ohne Risiken und Nebenwirkungen. Auch deshalb sind wir „Öko statt Ego“. Wir wollen echte Alternativen. Wir wollen uns beim Einkaufen für gute und risikofreie Nahrungsmittel entscheiden können.
Trotz neuartiger Verfahren: Gentechnik bleibt Gentechnik. So sieht das auch der Europäische Gerichtshof. Er hat 2018 festgelegt, dass auch moderne Zuchtverfahren wie „Genome Editing“ reguliert werden müssen. Das bedeutet Risikoprüfung, offizielle Zulassungsverfahren und Kennzeichnungspflicht. Gentechnik-Befürworter*innen wollen das nun aushebeln.

Die FDP will den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland erleichtern. Nutzpflanzen sollen anhand ihrer Eigenschaften und nicht anhand der Herstellungsmethoden bewertet werden, weil diese bei neueren Verfahren oft nicht mehr festzustellen seien. Gentechnik-Kritiker*innen verweisen aufs Vorsorgeprinzip, nach dem durch die Abschätzung von Risiken mögliche Belastungen und Schäden für die Umwelt und für die Gesundheit vermieden oder verringert werden sollen. Das besteht, sobald der Mensch eingreift – auch wenn das Eingreifen nicht mehr nachzuweisen ist.

Generell gilt für Gentechnik: Der mögliche Nutzen heiligt nicht die Risiken. Gentechnik bietet keine langfristigen Lösungen für Klima- und Hungerkrisen. Im Gegenteil: Durch den Einsatz von gentechnisch veränderten Sorten wird die Monopolstellung von wenigen Saatgutkonzernen verstärkt – und damit auch die Abhängigkeit von Bauern und Bäuerinnen von diesen Unternehmen. Mit den Patenten auf Saatgut verdienen Konzerne Geld mit etwas, was eigentlich uns allen gehört.

Wir fordern: Auch neue Gentechnikmethoden müssen klar als Gentechnik eingestuft werden. Es geht um die Wahlfreiheit der Verbraucher*innen!  

Quelle: SPIEGEL ONLINE: „Verbraucherschutz: Parteien streiten über neue unsichtbare Gentechnik“, 08.11.19
Einkaufstipp

Gentechnik im Alltag

  • Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in Deutschland ist längst verboten – der Import allerdings nicht. Aus gentechnisch veränderten Rohstoffen werden Waschmittel und Kosmetik hergestellt.
  • Wenn Tiere mit genverändertem Futter gefüttert werden, gibt es keine Kennzeichnungspflicht für die Endprodukte – so kann Gentechnik trotzdem auf unseren Tellern landen.
  • 79 Prozent der Deutschen sprechen sich laut Naturbewusstseinsstudie des Bundesamts für Naturschutz für ein komplettes Verbot von Gentechnik in der Landwirtschaft aus.
Bei der ökologischen Landwirtschaft ist Gentechnik auch in Tierfutter verboten. Auch für Bio-Waschmittel und -Lebensmittel gilt ein striktes Gentechnik-Verbot. In deinem Bio-Laden bist du also immer auf der sicheren Seite,
denn der ist garantiert gentechnikfrei.
Hier findest du einen „Öko statt Ego“-Bioladen in deiner Nähe.

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